Spirit TV Podcast – der Podcast für deine Seele
Der Spirit TV Podcast – der Podcast für deine Seele – ist dein Ort für moderne Spiritualität, Heilung und bewusstes Leben. Host Wiebke Gottschalk begleitet dich in tiefen, echten Gesprächen über Bewusstsein, Seelenentwicklung, Intuition, Energiearbeit, innere Heilung und die großen Fragen unseres Menschseins.
Jede Folge öffnet einen Raum für Erkenntnis, Gefühl und Transformation. Mit Gästen aus Spiritualität, Astrologie, Energiearbeit und Heilung sowie Menschen, die berührende Erfahrungen teilen, entsteht ein Podcast, der berührt und inspiriert.
Was dich erwartet:
- Impulse für deine Seele & persönliches Wachstum
- Tiefe, ehrliche Gespräche über Heilung, Bewusstsein & Transformation
- Inspiration aus Energiearbeit, Intuition, Astrologie & Achtsamkeit
- Moderne Spiritualität ohne Dogmen – authentisch, warm und klar
- Geschichten & Einsichten, die Mut machen und verbinden
Der Podcast für Menschen, die spüren, dass es da draußen und in ihnen mehr gibt – und die bereit sind, diesem Gefühl zu folgen.
Alle Berater aus dem Podcast sind auch direkt für eine persönliche Telefonberatung buchbar – auf https://spirittv.de/berater
Spirit TV Podcast – der Podcast für deine Seele
Trauma sitzt tiefer, als wir glauben - Lea Hamann enthüllt, was wirklich hilft!
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Warum fällt es uns so schwer, wirklich bei uns anzukommen? In dieser Folge des SpiritTV Podcasts spricht Host Wiebke Gottschalk mit Lea Hamann über körperorientierte Traumaheilung und die tiefe Bedeutung von Sicherheit im eigenen Körper.
Website Lea Hamann: https://leahamann.de/
YouTube Lea Hamann: https://www.youtube.com/@leahamanncoaching
Das ist einerseits körporientierte Arbeit. Es ist aber auch bezieht die frühkindliche Ebene mit ein. Und ich glaube, dass die meisten von uns Probleme haben, wirklich anzukommen und da zu sein, weil wir als kleines Baby, vielleicht schon vor der Geburt, nicht wirklich ankommen konnten. Ich nie wirklich das Gefühl hatten, ich bin hier willkommen, ich kann hier landen. Ich werde liebevoll wahrgenommen, auch aufgenommen. Und ich glaube, wenn das eben da ist, die Anbindung über die Seelenebene und dann auch dieses im Körpersein mit einem relativ regulierten Nervensystem, dann wird sich erst zeigen, welches Potenzial wir Menschen wirklich haben.
SPEAKER_01Herzlich willkommen zu einem neuen SpiritTV Podcast. Und heute habe ich einen ganz besonderen Gast bei mir hier eingeladen. Und zwar ist die liebe Lea Hamann bei mir. Lea ist Coach für körperorientierte Traumaheilung. Und das finde ich ein super spannendes Thema in der heutigen Zeit. Und ich freue mich sehr, dass du da bist, liebe Lea. Herzlich willkommen hier bei mir.
SPEAKER_00Ja, gerne. Total schön, dass ich heute da sein darf.
SPEAKER_01Ja, wunderbar. Und ich freue mich, mit dir so ein bisschen über deinen Weg auch zu sprechen. Ja, wie du auch zu dieser Arbeit gekommen bist. Das finde ich immer mega, mega spannend. Und am Ende hast du uns ja auch noch so eine kleine Energiearbeit mitgebracht. Also bleib unbedingt bis zum Ende dran. Da machen wir noch so eine kleine Energieübung, die dich ins Tier und jetzt immer wieder auch bringen kann, die du auch immer wieder mal nutzen kannst. Zwischendurch, wenn du vielleicht mal so abschweifst und dich nicht so gut fühlst. Dafür finde ich das wirklich richtig, richtig schön. Und ich liebe einfach deine Arbeit. Ja, wir kennen uns ja auch schon eine Weile und es ist so, so hilfreich für die Seele. Und ja, Lea, wie fühlst du dich in diesem Moment so ganz ehrlich gesagt? Und was ist bei dir gerade so los? Wie kommst du jetzt hier an?
SPEAKER_00Also, ich war gerade draußen in unserem Garten und die Sonne scheint und ich bin diese Woche gerade dabei zu lernen, noch mehr irgendwie in meinem Inneren zu bleiben, wenn man so möchte. Ich habe irgendwie entdeckt, dass ich so ein altes Muster habe aus der Kindheit, dass ich irgendwie so raus muss aus mir selbst, um bei anderen Menschen sein zu können. Also ich muss meinen Rhythmus, mein, wie ich eigentlich bin, sozusagen wie verlassen, meinen sicheren Raum verlassen, um dann mit anderen Menschen in Beziehung sein zu können. Und was ich gerade so übe, ist, mich so ein bisschen zurückzulehnen und in mir zu bleiben. Und das finde ich irgendwie gerade sehr spannend, weil ein Teil von mir denkt, das geht doch gar nicht, oder? Und ein Teil von mir denkt, doch, das geht, das geht. Ja, spannend.
SPEAKER_01Ja, sehr, sehr spannend, ja. Genau, das ist es ja immer, noch mehr bei sich anzukommen, immer wieder noch mehr zu sich zu finden und das, darum geht es ja, egal was im Außen ist, ja, super, super spannend, ja. Und was hast du so für eine Energie gerade noch, die bei dir ist? Es ist so auch die aktuelle Zeitqualität, die wir so insgesamt jetzt auf der Welt haben, ja. Kannst du da auch bei dem Ganzen drumherum, was außen gerade so ist, auch da bei dir bleiben oder kommst du da auch nochmal so ins Struggle rein?
SPEAKER_00Also ich merke, wenn diese größeren Sachen auf der Welt passieren, wie jetzt auch Kriegsgerummel und Sachen, die wir alle einfach so mitbekommen, ich spüre das immer sehr, sehr stark energetisch. Also ich spüre schon bevor, also Wochen bevor, wenn sich das so anbahnt, als ob irgendwo auf der Erde sich sowas verkrampft und alte dunkle Sachen ins Rollen kommen. Und was mich diesmal aber überrascht hat, war, dass ich gleichzeitig, während ich das eben beobachte im Außen, auch merke, dass ein tiefer, tiefer Frieden da ist. Irgendwie als ob auf der Erde, während die alte Energie noch so ein bisschen tobt und lärmt und nochmal so alte, in die alte Richtung strebt, dass auf so einer neuen Ebene ein tiefer Ruhe da ist, ein tiefer Frieden. Und da fühle ich mich lustigerweise gerade sehr verankert und auch war so ein bisschen am Staunen. Ich dachte, wie kann das sein, dass ich jetzt gerade jetzt diesen Frieden spüre? Dürfte ja gar nicht sein, aber der ist auch da. Und ich glaube, dass es hilfreich ist, wenn wir uns auch darauf einschwingen oder einlassen, auch wenn im Außen viel los ist im Moment. Das ist eine sehr intensive Zeit. Ich merke die Prozesse, durch die wir gehen, werden immer wilder und immer schneller. Es ist sehr intensiv, ja.
SPEAKER_01Ja, so nehme ich es auch wahr. Genau. Und genau, und auch so ein Raum, wie du es auch beschreibst, dass trotzdem in uns dieser Frieden ja doch da sein kann. Auf einer anderen Ebene ist es ja schon alles erledigt. Und da kann man immer so hin switchen und dieses Switchen wird irgendwie leichter, da auch immer wieder reinzugehen, ja, sehr spannend. Ja, und deine spirituelle Reise, wie hat die begonnen? Und war die auch so sanft oder war das auch gar nicht so einfach?
SPEAKER_00Also ich glaube, ich bin schon sehr wach, sehr bewusst hier auf die Erde gekommen und war sehr einsam darin und sehr manchmal sehr traurig oder verzweifelt, weil ich das Gefühl hatte, ich bin wach und alle anderen verstehen mich nicht oder schlafen oder sind mit anderen äußeren Dingen beschäftigt. Und ich möchte immer wissen, hey, warum sind wir hier? Ist doch eine ganz besondere Zeit jetzt hier auf der Erde. Da ist da gibt es irgendwas, an was wir uns erinnern müssen. Und es kam oft jetzt nicht so gut an. Und ich war sehr lange, sehr, sehr auf der Suche, immer wieder. Und ja, ich glaube, erst dann so mit Anfang 20 habe ich dann angefangen, so erste Wegweiser zu finden, auch Menschen, aber auch einfach so Wege zu entdecken, wie ich diesen Weg gehen kann.
SPEAKER_01Ja, also auch schon sehr früh gemerkt, dass da was anders ist. Das ist ja oft so, ne, bei den spirituellen Menschen, die haben das schon von klein auf, dass sie spüren, irgendwie, passe ich hier nicht rein, ne? Oder warum sind die alle nicht wach? Ja, sehr spannend. Das ist spannend, ja. Und gab es denn so auch eine Krise, wo du da auf diesem Weg gekommen bist oder war das so einfach immer, es ist immer weitergegangen? Du bist einfach immer weitergegangen?
SPEAKER_00Also ich würde sagen, es gab zwei Krisen. Also die eine Krise, es war, glaube ich, so meine Anfangskrise, wo wirklich ich in meinem Studium war, so mit Anfang 20 und noch so einen letzten Versuch gestartet habe, normal sein zu wollen. Ich habe Kunst studiert und dachte, hey, das ist ein unnormaler Berufszweig, wo ich vielleicht halbwegs normal wirken kann. Ich kann mich hier irgendwie so unters Volk mischen und dass ich dann gemerkt habe, alles bricht auseinander und so eine ganz tiefe innere Erkenntniszeit ist da aufgetaucht. Das war so eine Art Krise für mich. Und jetzt kürzlich, vor einigen Jahren, gab es dann nochmal so eine Art Krise, wo ich gemerkt habe, ich bin jetzt so auf der spirituellen Ebene und wie man so arbeiten kann, Glaubensmuster loslassen, sich innerlich neu orientieren. Da bin ich so weit gegangen, wie ich konnte. Und dann bin ich an so eine Mauer gestoßen. Und für mich war das so die Traumamauer, die Körpermauer, wo ich gemerkt habe, ich sage ja, mein Körper sagt nein. Ich weiß, wie das Neue sich anfühlt oder wie es gehen könnte, aber ich kann es nicht leben, nicht verkörpern, weil es ist spirituell da, aber mein Körper hängt in alten traumatischen Mustern fest. Und für mich war das schon eine Krise. Es war so ein bisschen, ich bin von meinem spirituellen Ross runtergefallen oder musste absteigen und in den Körper kommen und merken, hey, da sieht es nochmal ganz anders aus. Und ja, das hat dann praktisch meinen Weg aber auch eine ganz tolle neue Wendung gegeben, wo ich gemerkt habe, körperorientierte Traumaheilung ist super, super wichtig.
SPEAKER_01Oh, da kriege ich eine richtige Gänsehaut, weil das so viele auch unterstützt. Gerade weil der Körper eben auch durch diese Trauma-Erfahrung, die wir ja alle haben. Für den einen ist ja eine ganz kleine Sache schon eine traumatische Erfahrung und für den anderen was ganz Großes. Und ja, wenn der Körper dann eben so in seinem Freeze-Zustand ist oder dieses Ganze, was da, wo der Körper auch so durchgeht, ich finde es mega wichtig, den auch mit reinzunehmen. Das ist auch was, was viele auch vergessen. Nimmst du es auch so wahr? Ich nehme immer so die steigenden Energien natürlich der Erde wahr. Und dass es so die nächsten Jahre auch ganz wichtig ist, eben auch mehr Sport zu treiben, mehr sich auch gut zu ändern, aber den Körper halt wirklich auch mit reinzunehmen, mit Bewegung, mit Sport, das wird immer, immer wichtiger. Und die Leute werden auch immer bewusster, was das angeht, oder?
SPEAKER_00Also ich kann dir zustimmen, in dem Sinne, den Körper mitzunehmen. Von meiner Perspektive aus als jemand, der ganz viel Trauma im Gepäck hatte, war es fast unmöglich, zum Beispiel Sport zu machen. Und ich musste dann sozusagen erstmal rausfinden, mein total angespannter, erstarrter, traumatisierter, panischer Körper. Was kann der überhaupt? Von daher, Sport, wenn wir sagen, vielleicht Bewegung, erstmal auch bewusst werden, im Körper schauen, was mir möglich ist. Ja, auf jeden Fall. Ich glaube schon, dass da merke ich auch, als ob Gott uns zeigen möchte, du bist Seele, ja, aber du bist auch Körper. Und auch der Körper darf ja mit uns erwachen und mit uns mitgehen. Und der möchte auch seine Belastungen loslassen und ganz lebendig werden. Da ist schon einiges. Gute Ernährung und so weiter, was wir da auch lernen dürfen. Ich glaube, das kommt von alleine, wenn wir wieder mit dem Körper in Beziehung sind.
SPEAKER_01Ja, genau. Also ich mache ja Yoga sehr viel und das ist halt wirklich so, auch wo man genau so mit einsteigen kann, wo man wieder in so eine Bewegung reinkommt. Gerade wenn das auch alles so, wie du schon das beschrieben hast, in so einer Traumasituation auch ist, da langsam wieder mit reinzuschwingen, um die Energie wieder zum, ne, auch zum Fließen zu bringen. Ja, sehr, sehr spannend. Ja, und das ist halt auch, man ist da ja total blockiert, wenn man da erstmal so drin hängt und man kann ja dann auch nicht groß was anderes erstmal machen, als sich damit zu beschäftigen. Man ist dann wirklich damit, hat man damit zu tun. Ja. Und was hast du da alles loslassen müssen, um jetzt immer mehr Dur zu werden, so wie du wie du jetzt heute bist?
SPEAKER_00Ich glaube, ich musste tatsächlich erstmal anerkennen, wo ich wirklich stehe. Weil durch meine Beschäftigung oder mein Einlassen auf mehr, diese spirituelle Ebene, meine Beziehung zu Gott, das Annehmen von dieser tieferen Liebe, da ist vieles in Fluss gekommen, aber eben auf feineren Ebenen, in feineren Bereichen oder im Bereich der Energiearbeit. Und dann in meinem Körper zu landen und zum Beispiel erstmal zu spüren, mein Körper ist immer in Angst gewesen. So hat einen Grundzustand von Angst, der fühlt sich nie wohl oder hat sich damals nie sicher gefühlt, nie wohl gefühlt, weil das in my Kindheit gar nicht möglich gewesen wäre. Und da wirklich zu landen und zu merken, ach du lieber Himmel, ich bin immer in Anspannung, ich bin immer in dieser Hub-Acht-Stellung, my own sind immer offen, meine Augen starren, da ist so eine Grundspanning in my muscles, and so a stress level is there. And when I just say, Leah, lass locker, sag my körper, puh, du kannst mir sagen, was du willst. Sozusagen erst bei mir landen, das auch anerkennen, verstanden, du hast einen Grund dafür, in this angst to sign, and then langsam begin to schauen, wie kann ich Sicherheit finden? Ganz, ganz langsam. And then fängt der Körper an, ich sag oft, das ist wie, als hätten wir einen Körperschrank, wo du alles reingestopft hast von der Kindheit an, alle traumatischen Sachen. And die Tür geht dann auf, wenn wir uns sicher fühlen und dann kommt alles raus.
SPEAKER_01Ja, da kann Sauer rauskommen.
SPEAKER_00Genau, da kann Angst rauskommen, da kann Wut rauskommen. Und wir gehen eben körperorientiert damit um. Nicht, okay, ich muss jetzt wissen, woher das stammt und was die Story ist, sondern wo fühle ich das im Körper, Druck im Bauch, Hitze, Wut, das sind Sachen, die fühlt man im Körper selbst. Und dann kann man damit arbeiten.
SPEAKER_01Ja, sehr spannend, sehr, sehr spannend. Ja, ich hatte ja auch diese Erfahrung, 2008 hatte ich ja auch eine Nahthoderfahrung und bin da auch in diese Angst reingerutscht. So eine richtige Angststörung auch. Und deswegen weiß ich genau, wovon du sprichst, wenn es wirklich heißt, der Körper blockiert. Kann sich vielleicht jemand, der es nicht so kennt, nicht so vorstellen, wenn der Körper eben anders funktioniert. Und deswegen finde ich es so wichtig, weil so viele, glaube ich, auch da drin stecken und da einfach auch wie so einen Weg brauchen. Deswegen finde ich es so mega, was du machst, auch, um die Leute da so durchzuführen. Du hast eine super Empathie, auch wenn man dir so zuhört, finde ich, in deiner Stimme schon. Beruhigt sich schon das Nervensystem, weil du auch den Weg gegangen bist. Man spürt es einfach so zu 100%. Das ist so mega. Und gibt es irgendwas, was du so deinem Ich von damals so sagen würdest, wo so ganz, so ganz starr war in diesem Freeze?
SPEAKER_00Ich glaube, das ist etwas, was mich immer berührt hat und was auch manchmal andere Menschen sogar von außen zu mir gesagt haben, dass es verständlich ist, dass du in Angst bist. Du hast einen guten Grund dafür, Angst zu haben, in dieser Angst zu sein. Du bist nicht schwach, du bist nicht schlecht, du bist nicht falsch. Du bist jemand, der schwierige Dinge erlebt hat und der Körper ist davon geprägt. Und was ich vielleicht meinem vergangenen Selbst noch so mitgeben würde, ist, das alles kann heilen. Mach dir nicht so einen Stress, drück nicht so stark, kämpf nicht so sehr, sondern ein Schritt nach dem anderen, das kann alles heilen nach und nach. Und ja, aber es ist auch sehr berührend, finde ich, zurückzuschauen auf diesen ganzen Weg, weil das ist schon, ich merke auch den, immer wenn mir Menschen begegnen, die erst die spirituelle Welt kennengelernt haben und dann auf der Körperebene weitergemacht haben, dann gucken wir uns immer an und schmunzeln, weil wir wissen, wie wir vorher von oben auf den Körper runtergeschaut haben und wie wir jetzt so richtig wie so, ich weiß auch nicht, wieso Leute, die so durch den Schlamm, durch die Sachen wirklich, durch das Dickicht sich durchgeschlagen haben. Da kann man wirklich, da weiß man wirklich, um was es geht.
SPEAKER_01Ja, und das ist nicht einfach, ne? Diese Wege sind wirklich nicht einfach. Und wie du sagst, das Wichtigste ist, finde ich, auch so, dieses liebevoll mit sich sein, immer wieder, auch wenn nochmal wieder was hochkommt, immer wieder diese liebevolle Art mit sich selber. Nicht mit Druck, sondern immer wieder mit Liebe. Und dann, genau, kann man nach und nach auf diesem Weg vieles, vieles, vieles, vieles heilen. Und was bedeutet für dich wirklich volles Potenzial? Also jenseits jetzt mal von Erfolg und Selbstoptimierung, also einfach nur so, was ist das volle Potenzial, was man so erreichen kann?
SPEAKER_00Also ich denke schon, dass es auf der seelischen Ebene sowas ist wie Verbundenheit, mit Gott verbunden sein, zur tieferen Liebe verbunden sein. Das ist, denke ich, schon auch ganz, ganz wichtig. Wir sind nicht nur Körper, wir sind auch Seele. Aber auf der körperlichen Ebene würde ich sagen, da sein zu können, wo ich gerade wirklich bin, und einen Körper zu haben, der auf dieses Hier und Jetzt reagiert und sich darauf einstellen kann. Eben nicht ein Nervensystem zu haben, was sagt, Alarm, Alarm, vor fünf Jahren ist mir was Schlimmes widerfahren. Und ich kann jetzt hier mit dir sitzen und dich gar nicht wahrnehmen und mich nicht wahrnehmen und nicht hier sein, wirklich. Sondern einen Körper zu haben, der sagt, oh, jetzt und hier sitze ich auf meinem Stuhl und ich bin in Sicherheit und ich kann hier Sachen fließen lassen. So dieses, es hört sich mal so blöd an, aber das ist genau dieses im Jetztsein, Dasein, wo du wirklich bist und mit dem umgehen, was wirklich da ist.
SPEAKER_01Richtig. Und ich glaube, viele haben so das Gefühl dafür auch verloren. Die sind in diesem Gefühl, in diesem Angespanntsein, in diesem Zustand und nehmen es auch gar nicht mehr wahr, weil auch draußen so viel ist und nehmen sich gar nicht mehr die Zeit, den Körper überhaupt mal zu spüren, was ist jetzt eigentlich in mir los. Ich merke das immer in den Yogastunden, wenn ich dann in die Stille gehe. Die können oftmals die Stille gar nicht ertragen, um den Körper dann zu ertragen. Und da merkst du auch, wie stark das gebraucht wird, wie das wirklich auch umgesetzt werden muss. Also ist Potenzial nicht etwas, was wir erreichen, sondern dass wir immer so nach und nach immer wieder freilegen dürfen. Dass Körper, Seele, Geist immer wieder so zusammenkommt.
SPEAKER_00Ja, und ich glaube, wenn das eben da ist, die Anbindung über die Seelenebene und dann auch dieses im Körpersein mit einem relativ regulierten Nervensystem, dann wird sich erst zeigen, welches Potenzial wir Menschen wirklich haben. Ich glaube nämlich, dass wir im Moment nur vielleicht einen Bruchteil vom menschlichen Potenzial wahrnehmen, weil eben, wenn man immer nur in Fight-Flight-Freeze ist, man ist immer im Hab-8-Modus oder man eben ist gar nicht im Körper, gar nicht hier oder gar nicht verbunden auch, dann ja, dann was kommt dann aus uns Menschen raus? Krieg, genervt sein, so dieses Abgestumpfte vor sich hin Leben, Überleben, aber wir haben noch nicht dieses schöpferische, wirklich schwingende, neue Echte, das ist noch gar nicht ganz entfaltet, würde ich sagen. Wir werden gerade auch ausgebrühtet. Wir sind auch gar nicht ausgeschlüpft, so richtig.
SPEAKER_01Ja, genau. Man ist so in diesem Drama. Ständig ist Drama und man ist so im Drama, dass man gar nicht das hier und jetzt wahrnehmen kann, richtig? Weil alles irgendwo rebelliert noch, der ganze Körper, ja. Ja, was meinst du, warum haben so viele Menschen so Angst, auch sich selber zu sehen oder sich zu trauen, da mal dran zu gehen, an diesen Körper? Ich meine, die kommen ja dann auch zu dir. Du hast ja auch deine Coaching-Methode entwickelt, deine eigene, wo du die Menschen auch begleitest. Und was meinst du, was ist die größte Angst, wenn die jetzt da bei dir anfangen, da wirklich wahrscheinlich in dieses Gefühl auch reinzugehen, den Körper mitzunehmen?
SPEAKER_00Ja, also ich habe die morgendlich-Coaching-Methode entwickelt, weil mir bewusst wurde, dass es da noch so eine riesige Lücke gibt. Und das ist einerseits körporientierte Arbeit. Es ist aber auch bezieht die frühkindliche Ebene mit ein. Und ich glaube, dass die meisten von uns Probleme haben, wirklich anzukommen und da zu sein, weil wir als kleines Baby, vielleicht schon vor der Geburt, nicht wirklich ankommen konnten. Nicht nie wirklich das Gefühl hatten, ich bin hier willkommen, ich kann hier landen, ich werde liebevoll wahrgenommen, auch aufgenommen. Und da ist wie so eine riesige Wand von Schmerz. Und wenn ich jetzt zu dir sage, sei präsent, sei hier, sei da, komm in deinen Körper, sage ich eigentlich zu dir, fühl deinen Schmerz, fühl diesen Abgrund, das Alleinesein, vielleicht sogar die frühkindliche Ablehnung, die du erfahren hast. Und von daher ist es mir immer wichtig, das in kleinen Häppchen zu dosieren. So ein klein bisschen landen, dann aber auch wieder, ich darf auch wieder weggehen und ich darf wieder ein bisschen kommen und ich darf mich aber auch wieder ablenken. Und im Laufe der Zeit finde ich ein bisschen mehr Raum und kann ein bisschen mehr dableiben. Weil es ist wirklich eine Herausforderung. Ich habe das oft gesagt, wenn ich die Beschreibung zu meinen Seminaren entwickelt habe und ich habe es natürlich versucht, positiv zu formulieren, aber im Hinterkopf hatte ich dann auch, eigentlich lade ich dich dazu ein, deinem Schmerz zu begegnen, da durchzugehen und dann eine Heilung zu erleben. Aber es ist nicht unbedingt so einfach und immer nur angenehm.
SPEAKER_01Ja, das ist wichtig und so wertvoll und schön. Aber dann bestimmt auch so schön, wenn die Leute dann länger bei dir sind, die Menschen, die du begleitest, da zu sehen, was passiert, wenn die das schaffen und sich immer mehr auch trauen. Das ist auch so ein Stückchen rauszuholen von dem Schrank, der da aufgegangen ist, sich da anzugucken und dann wieder sortieren, dass die ganzen Klamotten wieder im Schrank ordentlich drin liegen. Dass man selber auch bestimmen kann, wie sortiere ich den Schrank wieder ein? Oder was darf ich wegschmeißen.
SPEAKER_00Ja, und dass man einen Raum hat im Schrank und nicht nur einen Schrank voller Vergangenheit mit sich rumschleppt. Und dann eben Raum hat für diesen Moment und das Leben jetzt und hier.
SPEAKER_01Neu sortieren, ja, das ist ein gutes Beispiel mit dem Schrank, finde ich sehr, sehr schön. Und was meinst du, welche Muster halten die Menschen so am häufigsten zurück, die jetzt bei dir so sind?
SPEAKER_00Also bei mir, was ich als wirklich Nummer eins Herausforderung sehe in unserer westlichen Welt, ist das frühe Trauma. Was niemand weiß und die meisten überhaupt nicht wissen und ahnen, aber was einfach uns in dieser, ich sag mal, verkümmerten, verkümmerten Haltung hält oder auch in dieser Trennung zu uns selbst. Und da wäre wirklich dieses war ich willkommen, war ich erwünscht und waren meine Eltern in ihrem Körper, haben die mich gehalten, waren die bei mir, haben mit mir Zeit verbracht und ich konnte wirklich eine tiefe Bindung zu denen aufbauen. Oder war ich halt das nächste Kind und du kriegst ein tolles Kinderzimmer und Kinderwagen und Wuppidou. Oder wurdest du sogar schreien gelassen, weil die Eltern gelesen haben, das muss man machen, damit sie wieder unabhängig werden. Und da sind so wirklich so Welten von Schmerz in unserer heutigen Zeit. Und wir denken oft, wir haben es immer mit, sag ich mal, so ein bisschen abgestumpften, unbewussten Erwachsenen zu tun. Aber du hast es meistens mit traumatisierten Babys oder Kindern zu tun. Wenn man auch das Verhalten hier auf der Herde sich anschaut bei vielen Menschen. Nicht mehr Erwachsenen.
SPEAKER_01Ja, ist so. Und viele wollen da ja auch gar nicht dran. Es ist ja auch ganz schwierig, sich das anzugucken, überhaupt diese Themen anzugucken. Ja, das ist wirklich so Wurzelchakra, ich habe da gerade auch von erzählt, die ersten sechs Lebensjahre ist ja die Ausbildung vom Wurzelchakra. Und wenn du dann eben keinen sicheren Boden hast oder kein Elternhaus, was dich hält und trägt und diese Sicherheit und dir das Urvertrauen gibt, dann hast du halt diese Herausforderung meistens so im ganzen Leben, die sich, die dich einfach immer, was du immer wieder mitschleppst, bis du es dir irgendwann mal anschaust. Da landet man. Immer wieder, ne, in diesen ersten sechs Jahren.
SPEAKER_00Genau. Das wäre die energetische, ne, die energetische Sache, die dann passiert. Und auf der körperlichen Ebene wärst du einfach, hättest du sehr viel Spannung in deinen Muskeln und ein Nervensystem, was einfach immer überreizt ist, immer überfordert, ist alles immer zu viel, bedrohlich, du denkst immer gleich an das Schlimmste, wenn du eine E-Mail siehst und jemandem, oh, was ist jetzt wieder zu? Und das ist dann auf der Körperebene. Wie du sagst, Wurzelchaka, das ist das eine und das andere wäre halt.
SPEAKER_01Das ist der Körper, na genau. Also wie auch das Beispiel, was du eben genannt hast, wenn man ein Baby so schreien lässt, das war ja früher so normal. Wenn ich an meine Oma denke, das war ja, das wird so überliefert irgendwie, dann lass das schreien und du darfst ihn nicht so erziehen. Und wie wichtig das für so ein Baby ist, dass einfach in Arm genommen wird, eben genau, dieser Körper mit reingenommen wird, diese Sicherheit auch zu fühlen, ich bin hier gehalten, ich bin hier getragen. Finde ich sehr spannend. Aber ich glaube, da tut sich jetzt auch in den neueren Generationen sehr viel. Weil die jungen Leute, die jetzt auch Kinder bekommen, da merke ich da, da ist mir so diese Ebene da. Die sind sehr, sehr empathisch und vielleicht auch wieder dann vielleicht zu sehr in die andere Richtung, aber ich weiß gar nicht, ob man zu viel Liebe geben kann, so seinem Kind. Aber man merkt sehr stark, dass da sich sehr viel tut.
SPEAKER_00Ja, das ist schön, dass da mehr Bewusstsein reinkommt. Ich denke, man kann zu viel tun, wenn die Eltern sich selber vergessen und nicht mehr an allererster Stelle auch, dass sie selber festen Boden unter sich haben, dass sie selber sich auch gehalten fühlen und dann das an das Kind weitergeben. Aber dann ist es einfach so, Kinder brauchen das.
SPEAKER_02Ja.
SPEAKER_00Und die werden unabhängig durch diese Abhängigkeit, durch diese Bedürftigkeit. Und dann werden sie wirklich unabhängig und finden den Weg in die Ruhe und in ihren eigenen Körper und ihre Wahrnehmung. Das haben sie dann alles schon. Und das ist so manchmal, wenn ich es auch beobachten kann bei jüngeren Mamas, wo das dann so läuft, dann denke ich, oh, die Kinder haben es ja so, die haben es dann wirklich sehr, sehr gut, ja.
SPEAKER_01Ja, finde ich auch immer schön zu sehen. Dass auch wenn bewusster, das ist eben auch so dieses Ding, bewusste Eltern machen halt auch bewusstere Kinder und da sind wir ja, glaube ich, dann auf einem guten Weg. Weil es früher einfach vieles, vieles unbewusst war, ja. Ja, und was bedeutet es, sich wirklich selber zu vertrauen? Da fängt es ja schon an. Dieses, da, da fängt es an. Und wie geht es dann weiter? Hast du eine ganz andere Voraussetzung, dir zu vertrauen, selbstsicher dann weiterzugehen. Was will ich überhaupt, ne? Warum bin ich überhaupt hier? Da kommt ja dann auch irgendwann der Punkt, sowas ist meine Seelenaufgabe, ne, was mache ich hier überhaupt? Das kommt ja dann auch immer noch, ne?
SPEAKER_00Ja, ich glaube, da ist es tatsächlich auch ein Punkt. Ich kannte mich nur in meinem Trauma und in diesem Überlebenskampf und Zähne zusammenbeißen, stark sein müssen, über mich hinweg leben, statt wirklich ich selber zu sein. Und jetzt erst fange ich an, in den letzten Jahren erst, praktisch zu erkennen, hey, hinter diesem ganzen Überlebenskampf, wer bin ich denn eigentlich wirklich? Und was ist wirklich meine Aufgabe? Und was ist ja der überflüssige Stress, der jetzt so langsam von mir abfällt? Ich merke manchmal, dass ich dasselbe mache wie früher, nur ohne den ganzen Stress. Und dann merke ich, wow, ich komme viel mehr in die Tiefe, es wird viel einfacher, es wird viel direkter, es geht mir besser dabei. Also es ist eine riesige Veränderung. Wobei man es vielleicht nach außen hin denkt, du machst ja immer noch Coaching und machst deine Sachen. Aber wie ich das mache, wie es mir dabei geht, ist wie Tag und Nacht.
SPEAKER_01Das finde ich so schön, dass du das sagst, ja. Und wie gehst du dann damit um, wenn nochmal so Phasen kommen? Also ich meine, es ist ja wirklich immer so, wenn dann wieder so stressigere Phasen kommen, hast du bestimmt auch wieder so, wo du das mehr merkst. Ich glaube, wenn man das einmal so hatte, auch der Körper erinnert sich ja immer wieder auch daran, an diese Reaktionen. Und ich sage immer so, es gibt so grüne Kügelchen, rote Kügelchen und ich gucke immer so, dass die wirklich im Ballon sind und wenn die roten wieder zu viel werden, dann musst du wieder mehr Entspannung, Herr Riki, oder Yoga Nitra oder was auch immer du brauchst, um dich zu entspannen, den Körper wieder mit reinnehmen. Gibt es da so Warnzeichen für dich, wo du so merkst, boah, Lea, jetzt musst du wieder vorsichtig sein, wieder ein bisschen mehr für dich selber tun?
SPEAKER_00Also ich versuche schon tatsächlich im Alltag mir immer wieder Körperzeit zu geben, was für mich bedeutet, dass ich einfach ein bisschen reinlausche und wahrnehme, was gerade an vorderster Front da ist. Und manchmal strebt der Körper eher in die Schwere, in die Ruhe. Da merkt man, oh, ich brauche jetzt Wärme, ich muss mich in eine Decke einkuscheln und einfach mal ein bisschen sinken und eine Wärmflasche zu mir nehmen, sowas. Und dann manchmal merke ich, oh, wenn ich reinlausche in den Körper, da ist wie so ein kleiner Drache in mir, der Feuer spucken will und es geht mehr in Richtung Bewegung. Und dann lasse ich einfach mal so 10, 20 Minuten einfach diese Bewegungen, diesen Ausdruck aus mir rauskommen. Und so weiß mein Körper inzwischen eigentlich schon, dass er nicht zu lange weggeschoben wird von mir, dass er eigentlich in meinem Tag immer wieder mal Beachtung bekommt. Das finde ich, ist eigentlich ganz schön. Man staut sich nicht zu viel an. Aber trotzdem gibt es natürlich auch mal Tage, wo ich viel zu tun habe oder wo eine neue Herausforderung da ist. Und da ist immer mein erster Schritt, erstmal zu akzeptieren, auch wenn mein Körper so einen kleinen Freakout dann hat. So, ha ha, die Ende, wieder so wie früher. Und dass ich mir dann einen alten Strick draus drehe und denke, oh nein, ich bin doch hier die tolle Traumaheilerin, ich soll doch jetzt da drüber stehen. Sondern dass ich dann einfach sage, ach, guck mal, da sind diese alten Muster gerade wieder. Und jetzt nehme ich das erstmal wahr, dass ich da gelandet bin. Und wo ist der Boden unter meinen Füßen und so weiter. Und dann hole ich mich da einfach wieder ab.
SPEAKER_01Oh, schön. Also gibt es auch so Rituale, die du dann immer machst. Man sollte es ja wirklich täglich so dann mit reinnehmen, dass es auch so bleibt, ja. Ich glaube, da gehen viele dann immer wieder raus in diese Regelmäßigkeit, weil es ist ja auch eine gewisse Disziplin, die man so haben muss, da dran zu bleiben, die Gedanken immer wieder positiv auszurichten, und auch den Körper mit reinzunehmen. Genau, hast du da dann.
SPEAKER_00Also ich finde immer, es braucht am Anfang so ein bisschen Überwindung, weil man noch nicht weiß, dass einem das ja gut tut. Das ist noch so, so wie neu. Was auch für mich auf frühkindliches Trauma zurückzuführen ist, weil so wie wir heute für uns selbst sorgen, so wurde damals oft für uns gesorgt, nämlich manchmal gar nicht. Und unsere Bedürfnisse wurden nicht wahrgenommen, wir wurden irgendwo abgestellt und liegen gelassen. Und wir sollten dann aber trotzdem funktionieren. Es wurde sehr viel Druck auf uns ausgeben. Genauso gehen wir oft mit uns um. Wir üben Druck auf uns aus und erwarten aber höchste Resultate. Und einmal in der Woche mal ein Stündchen Meditation, das war's dann und damit muss ich zurechtkommen. Und wenn wir wieder mehr sensibel werden, auch für diese jüngeren Ebenen in uns, die immer noch in uns sind, finde ich, fällt es ein bisschen leichter zu merken, ich brauche jeden Tag Liebe und Zuwendung und meine Dinge, die mir gut tun. Für mich ist zum Beispiel der tägliche Spaziergang, ist oft sowas. Egal wie ich vielleicht mal von meinem Weg abkomme, sobald ich wieder auf den Spaziergang mich begebe, das ruhige Laufen, die Natur, das holt mich einfach wieder zu mir. So gibt es inzwischen viele Dinge, die ich gefunden habe. Ob das ein warmes Bad ist, ob das die Sauna ist, ob das sowas ist wie Entspannung oder den Atem wahrnehmen. Das sind alles Dinge, die sowieso Fürsorge, Liebe für einen selbst. Wichtig, ja. Sehr wichtig, genau.
SPEAKER_01Und da auch dran zu bleiben, das finde ich gut. Und auch der Atem, ne? Und da reichen ja wirklich so viele denken immer, oh, da habe ich jetzt keine Zeit mehr zu in dem Alltag. Da habe ich dies, dies, dies. Und es ist ja wirklich so, es sind ja manchmal nur zwei, drei Minuten, wenn du die Augen schließt, die Füße auf den Boden spürst und dann einfach deinen Atem beobachtest. Das reicht ja schon, dass du anders durch den Tag gehst. Und da nicht so gehetzt abends dann da ankommst. Oder denkst so, boah, bin hier durch den Tag gehetzt und weißt gar nicht, was heute eigentlich alles los war.
SPEAKER_00Was eine super Sache ist, die man wirklich in den hetzigen Alltag einbringen kann. Die Sache, die du machst, gerade ein Tüdelchen langsamer zu machen, ein kleines bisschen. Allein wenn du, du läufst von einem Zimmer zum anderen, schnell, schnell, schnell, das noch. Lauf einfach ein bisschen langsamer. Oder kochen dies, das, das. Einfach ein klein bisschen langsamer die Kartoffeln aus dem Netz rausholen. Dieses ein kleines bisschen langsamer werden, das reguliert auch das Nervensystem. Ein Zeichen, dass nicht alles so schlimm ist, wie wir dachten, dass es ein bisschen mehr Raum gibt.
SPEAKER_01Entschleunigen, ja, und ganz auch bewusster dann sein. Ja, das ist eine wunderbare Geschichte. Gibt es auch, glaube ich, so ein Sprichwort, ne? Wenn du es eilig hast, dann lass dir Zeit oder geh langsamer oder so. Ja, ja, spannend. Ja. Und was ist so die größte Erkenntnis auf deinem ganzen, gesamten Weg so über die ganze Zeit? Das sind ja auch einige Jahre, die du jetzt schon diesen Weg gehst, ne?
SPEAKER_00Ich glaube, die größte Überraschung war, dass ich am Anfang dachte, ich gehe diesen Weg, weil ich das so will und ich bin irgendwie der Steuermann und ich suche mir diesen Weg aus und ich plane das also. Ich bin der Macher auf diesem Weg. Und dann habe ich mit der Zeit gemerkt, dass da eigentlich so eine tiefere Liebe da ist, der ich eigentlich mehr folge. Dass da so wie so eine liebevolle Einladung da ist, du darfst erwachen und dann auch dein Körper darf heilen, dein Nervensystem darf sich regulieren, dass mein Weg eigentlich wie so eine Antwort ist, so ein Hineinwandern in eine Liebe, die den Weg für mich schon gebahnt hat und für alle Menschen schon gebahnt hat. Und ich darf da so ganz behutsam und auch langsam in meiner eigenen Zeit oder da meine kleinen Schritte machen. Und das fühlt sich für mich heute so schön an, dass ich einfach merke, dass in all diesem menschlichen Chaos hier auf der Erde, dass man spüren kann und wahrnehmen kann, da ist eine Liebe da, die alles neu formen möchte und uns auf eine neue Ebene heben möchte. Und wir können mitmachen, wir können Ja sagen dazu.
SPEAKER_01Ja, sehr schön. Ja, sehr, sehr schön. Und was bedeutet für dich Erwachen? Mal so mal ganz abgesehen von Spiritualität, so von der Energie?
SPEAKER_00Also ich würde schon sagen, dieses bewusster werden, präsenter werden und eben nicht in diesem abgestumpften Autopilot zu sein. Manchmal war man selber da drin oder es begegnen einem Menschen, die da so drin sind, wie in so einer Art Büro und ich muss das alles einfach nur so abhaken und ich bin gar nicht wirklich da und ich fühle gar nicht und das zieht alles so an mir vorbei. Und ich liebe das ja auch sehr, wenn man so Kindern begegnet. Und die Eltern sind irgendwie beim Einkaufen völlig gestresst und in ihrem eigenen Sachen. Und dann ist dieses kleine Baby da und das guckt dann so rum und ist wirklich präsent. Und es freut sich dann, wenn es jemand sieht, der auch da ist, und dann kann man lächeln und über die Gurken hinweg, so ein bisschen winken und so, and then merkst du, oh, da ist jemand präsent. Leider ist es manchmal bei Menschen nicht immer unbedingt so anzutreffen. Die sind manchmal in so einem Tunnelblick. Und manche können sich öffnen und ein bisschen wach werden, wenn man denen wirklich begegnet. Und manche vielleicht auch mögen das nicht so oder sind da nicht so offen für.
SPEAKER_01Ja, oder einfach mal was verändern, was du immer so machst, einen anderen Weg zur Arbeit nehmen oder weiß ich nicht, die Tasse mal von rechts nach links stellen oder einfach andere Sachen machen. Allein das ist ja schon für das Gehirn wieder so ein Ding. Ah, okay. Ich bin wieder mehr da. Und was gibt es irgendwas, was dich immer wieder überrascht, wo du sagst, ich weiß es eigentlich, aber es überrascht mich immer wieder, dass es so gut ist, diesen Weg zu gehen?
SPEAKER_00Also, ja, oder was ich immer wieder lernen muss, ist wirklich dieses nicht so viel Druck auf sich selbst auszuüben. Ja, weil ich glaube, ich bin so aufgewachsen mit mach dir Druck und wie so eine Zahnpasta-Tube, wo du lernst, du drückst da drauf. Es geht noch was, ne? Da kommt noch was raus. Und war einfach wirklich zu merken, nein, das ist nicht der Weg. Und mich da auch immer wieder dabei zu ertappen, wie ich in diesen Griff dann komme und immer wieder loszulassen und zu merken, nein, wir gehen andersrum. Wir geben uns diesen Raum zu sein und wir lassen die Kreativität, die Kraft aus dem Sein herauskommen, nicht aus diesem Quetschen. Und das ist immer wieder, ja, ich muss auch immer wieder alles, immer wieder auf einer neuen Ebene, neu lernen. Auch wenn man es schon tausendmal weiß, gehört hat, selbst anderen schon beigebracht hat, ist man ja selber auch immer am Lernen.
SPEAKER_01Es ist ja auch immer in dem Prozess drin. Viele denken immer, wir haben diesen Weg nicht oder wir haben diese Herausforderung nicht. Wir haben sie alle. Leider.
SPEAKER_00Immer wieder. Ich glaube sogar, jemand, der den Weg selber nicht geht oder gehen musste, kann anderen nicht dabei helfen, um dich zu finden. Weil du nicht das Mitgefühl hast, weil du nicht verstehst. Und mir ging es selber auch mit dem Thema Trauma so, dass wo ich noch mehr, so mehr in dieser spirituellen Wolke rumgeflogen bin, ich manchmal fast so ein bisschen heruntergeschaut habe und gedacht habe, naja, worum geht bei manchen Menschen manches einfach nicht, ne? Warum ist da so eine Mauer? Und jetzt, wo ich meinen eigenen Mauern begegne, denke ich, oh, ich verstehe, ich verstehe, kein Problem, ist alles in Ordnung.
SPEAKER_01Ja, genau. Das ist so, so wichtig, dass man das auch kennt, gerade auch diese körperlichen Feelings. Ja, du hast ja noch so eine Energieübung mitgebracht, wie man ins Hier und Jetzt kommst. Und ich glaube, das ist für die Zuschauer nochmal ganz schön, wo sie auch immer wieder vielleicht mal hinspulen können, wenn sie so das Gefühl haben, boah, ich bin jetzt hier überhaupt nicht mehr im Hier und Jetzt, die man mal so im Alltag auch benutzen kann. Mal so ein oder zwei Minuten, so ein bisschen so eine Aufmerksamkeit. Genau, ja, schön.
SPEAKER_00Und das ist eine Übung, die ganz anfangs of my wake schon zu mir kam, die kannst du immer machen und du merkst, boah, ich bin gerade so ein bisschen gestressed, and I eye so a bit durch the gang. Nimm dir einen Stuhl or a plat in deine zu Hause, where you sit. And then when you merkst, oh, it gets garlic, wander to this and set dich da drauf, lay the fuß off the body, lean dich when you can, when the stool a lean has or when the arms lean had, leg defeated and nimm einfach for a moment wahr, dass this trägt. Du hältst jetzt nicht den Stuhl, der Stuhl trägt dich. And manchmal, when we anfangen, the Boden unter unseren Fusion zu spüren, merken wir that, dass der einfach nur da ist, dass wir auch da gerade nichts machen müssen. And that vielleicht unser Körper noch so ein bisschen mehr in diesen Halt rein sinken kann. And wer möchte, wenn du da gelandet bist, kannst du vorsichtig deine Augen öffnen und a bit aus dieser Haltung heraus a bit umschauen, als würdest du deine Augen durch den Raum wandern lassen und schau mal aus diesem gehaltenen Zustand in die Welt. And that was dann auch schon. Dann lassen wir das sinken. We can, it's more um diederholing, 100 mal among unserence sinken, reinsinken, für einen Moment, diesen Halt spüren. And then with der Zeit lernen wir, oh, das ist dieses Gehaltensein and in der Stabilität sein. Das kann ich hier lernen, da kann ich immer wieder hinfinden.
SPEAKER_01Und dieses bewusste Wahrnehmen dann auch, wenn man so zurückkommt in diesem Gefühl, ich bin jetzt hier gehalten, ich bin getragen, ich habe jetzt eben auch mal so mitgemacht, da hast du eine ganz andere, ne, ganz andere Energie.
unknownGenau.
SPEAKER_01Das sind so kleine Übungen, finde ich sehr hilfreich. Richtig, richtig schön.
SPEAKER_00Ja, genau. Das war etwas, was ich sehr brauchte, weil ich sehr ein sehr haltloser Mensch war. Und diese einfache Übung, ich dachte erst so, das ist super nahe. Wo mir diese Übung auch so zu mir kam, so da stehe ich drüber, da brauche ich schon mehr. Aber gerade weil es so einfach ist, immer wieder.
SPEAKER_01Sich mal drauf einlassen einfach auch. Und gerade dieses Einfache ist ja so, was man im Alltag super gut einsetzen kann.
SPEAKER_02Genau. Ja, so ist es.
SPEAKER_01Ach, richtig schön, Lea. Ich danke dir. Es ist so schön, dass du hier heute bei mir bist. Und ich habe mich sehr, sehr gefreut. Und ja, freue mich. Und ich würde sagen, dann können wir es auch dabei belassen. Die Zuschauer finden dich ja auch über deine Homepage. Da kann man auch gucken, was du so alles anbietest.
SPEAKER_00Genau, und auf YouTube bin ich auch. Unter Lia Hamann zu finden, könnt ihr meinen wöchentlichen Podcast finden und ganz viele Videos auch rund ums Thema Traumheilung. Die sind alle da.
SPEAKER_01Wunderbar, ich danke dir sehr. Wünsche dir alles, alles Liebe. Und sage einfach mal, ich freue mich auf den nächsten Podcast und sage auf Wiedersehen.